Die Krawatte - Geschichtliches zur Krawatte

Geschichte der Krawatte

Schon im alten Rom trugen Soldaten ein geknotetes Tuch um den Hals, genannt „Focale“, wie es auf der Trajanssäule zu sehen ist. Es diente dem Schutz des Halses und römische Redner schmückten sich damit.

König Ludwig XIV von Frankreich sah der Legende nach bei einer Truppenparade ein kroatisches Reiterregiment, geschmückt mit einem Stück Stoff um den Hals, zur Schleife gebunden und mit den Enden über der Brust hängend. Er übernahm diesen Halsschmuck und dieser verbreitete sich anschließend im europäischen Adel.

Doch schon auf Darstellungen aus dem Dreißigjährigen Krieg wurden deutsche und französische Soldaten mit gebundenen Halstüchern abgebildet. Diese Tücher nannten man Halsbinden und gelten als Vorläufer der Krawatte. Ab dem 18. Jahrhundert gab es auch fertig genähte Halsbinden, die im Nacken einen Verschluss hatten.

Im Zuge der französischen Revolution wurden Krawatten dann zu einem politischen Symbol und Erkennungsmerkmal, der Adel trug weiße Seidenkrawatten, die Proletarier trugen bunte Baumwolltücher. Und zur Zeit der Aufstände in den deutschen Ländern trugen die Revolutionäre von 1848 als Erkennungsmerkmal rote Halstücher.

Später wurde die korrekte Bindetechnik für Krawatten wichtig, es gab dann auch in England und Frankreich entsprechende Lehrbücher und nach 1860 setzte sich in Europa die heutige übliche Form, der so genannte Langbinder durch, im Unterschied zu vorher üblichen kürzeren und breiteren Formen.